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Clubstation DL0AO

Seit einigen Jahren bin ich Clubstationsverantwortlicher für die Vereinsstation DL0AO des Ortsverbandes Amberg, DOK U01 im Deutschen Amateur Radio Club.   Siehe auch: www.amateurfunk-amberg.de

Weiterhin funken wir im Kontest auch unter DR5Z und DP4P.

Unser Verein hat etwas über 100 Mitglieder. Wie in jedem Verein gilt auch bei uns: Es sind nur wenige der Mitglieder wirklich bei der Sache. Trotzdem funktioniert bei uns das Vereinsleben hervorragend, so dass es mir nicht schwer fällt, in diesem Ortsverband die Verantwortung für das Geschehen rund um unsere Vereinsstation zu übernehmen. Es gibt viele Arbeitsbereiche rund um die Clubstation und rund um den Verein, und jeder dieser Bereiche ist mit engagierten Leuten abgedeckt. So haben wir Ortsverbandsvorsitzende, die uns nach außen hin hervorragend vertreten, uns den Weg für unsere Aktionen an der Clubstation ebnen und den Leuten an der Clubstation so den Rücken freihalten und uns eine nicht selbstverständliche Handelsfreiheit auf Vertrauensbasis gewähren. Es gibt "Hausmeister" für unser Stationsgelände, hervorragende Mechaniker, Schweißer, Zerspanungsfachleute, Antennenbau-Spezialisten, professionelle Maststeiger, EDV Fachleute und Administratoren, Spezialisten für Aus- und Weiterbildung, Funktechniker, Helfer ausserhalb des Vereins, die immer zur Stelle sind, wenn es brennt....kurzum: Wir sind ein eingespieltes Team. Selbst die nicht mehr so aktiven Mitglieder sind bei der Stelle, wenn sie sich durch Beziehungen und Wissen einbringen können. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Obwohl unsere finanziellen Mittel, auch bedingt durch die hohen laufenden Kosten des Vereinsheims, beschränkt sind, sind wir eine sehr gut ausgestattete Clubstation.

Nun möchte ich Euch unsere Antennenfarm ein wenig vorstellen:

Im Einzelnen sind das folgende Antennen:

Die 33m hohe Vertikal steht auf einem sehr umfangreichen Erdnetz. Der gesamte sichtbare Wiesengrund auf obigem Bild wurde aufgefüllt. Vorher verschwanden etliche hundert Meter Kupferdraht und auch gut 200m Wildschutzzaun unter der Grasnabe. Die Vertikal ist bis auf die oberen 8m aus Aluminium Rohr und auf 3 Ebenen isoliert abgespannt. Die unteren Rohre sind 130mm Flanschrohre einer kommerziellen Reuse. Dann kommt ein teleskopischer Teil aus Aluminium Rohren. In 25m Höhe findet man noch immer einen Rohrdurchmesser von 50mm. Als Spitzenverlängerung dient eine Angelrute von unserem Vereinsmitglied Peter, DK1RP (www.dx-wire.de). Ein 4mm2 Kupferdraht verläuft spiralförmig um die Angelrute. Dieses "Top-Loading" hat kaum eine verlängernde Wirkung. Die unangepasste Resonanz des isoliert stehenden Strahlers beträgt 2,3 MHz. Für 160m wird der Strahler mittels einer Festspule gegen Masse in Resonanz gebracht. Die Anpassung an 50 Ohm erfolgt über einen Anzapf an der Spule. Auf 80m wird ein parallel Resonanzkreis verwendet (hochohmige Speisung). Ein 20 KV Vakuum Drehko und eine massive Kupferspule finden Verwendung. Am Drehko kann die Resonanz im gesamten 80m Band eingestellt werden.  Der 50 Ohm Punkt auf der Spule wird auch hier über eine verstellbare Klemme abgegriffen.

Bei beiden Varianten ist der Strahler DC mäßig geerdet. Bei 33m Höhe ist das sehr wichtig. Immerhin musste der Stachel beim Bauantrag auch von der Luftwaffe freigegeben werden (Tiefflug Korridor!).

Für 80m gibt es noch eine 1/4 Lamda Vertikal. Diese wird für 80m verwendet, wenn parallel die "große" Vertikal für 160m benutzt wird (Kontest). Die hochohmig gespeiste 33m Vertikal ist jedoch deutlich besser als die 1/4 Lamda Version...im EU Verkehr und auf DX!

Auf 40m benutzen wir seit August 2008 einen verkürzten 2 El. Beam, ein CD 40-2 von Cushcraft. Nach ein paar Tipps im Internet haben wir die Konstruktion noch etwas verstärkt. So bekam der Boom eine Doppelabspannung auf eine kurze Quertraverse, was das Tragverhalten auch seitlich unterstützt. Zusätzlich wurde jedes Element mit monofilem Nylon-Seil nach oben verspannt, was den Durchhang der Elemente und das Aufschwingverhalten enorm verbessert. Als Masten kommt ein restaurierter "Westtower" mit 18m Höhe zum Einsatz, den uns DL6FBL gespendet hat. Die Restauration war nur mit der Unterstützung von unserem Chefmechaniker Jürgen der Fa. Modellbau Blödt in Amberg möglich. Ohne ihn wäre so manches Problem an DL0AO nicht zu lösen gewesen. Vielen Dank an dieser Stelle, Jürgen! Hier zwei Bilder der 40m Antenne:

Als Alternative für 40m und für die WARC Bänder haben wir eine Reuse, die alle Frequenzen von 6-30 MHz mit SWR besser 1,5 abdeckt. Die Antenne hat unsere Jugendgruppe von Hannes, DL6NI+ bekommen. Sie stammt angeblich vom CIA in Nürnberg.

Unser 16m hoher Stahlblech Rohrmasten sollte mit seinen 1,9 to zulässiger Kopflast mal eine "richtige" Kurzwellenantenne tragen. Wir erstanden eine gebrauchte 6 Element Yagi für 20m von Cue Dee. Das Design dieser Antenne ist schon etwas älter, aber das verwendete Aluminium Material ist von allerbester Qualität und heute wohl nicht mehr bezahlbar. Nach gründlicher Restauration erstrahlt diese Antenne in neuem Glanz. 16m Boomlänge, 50 kg Aluminium.....hier ein Eindruck dieser Antenne:

Ein kommerzieller Rotor für solch eine Antenne war nicht finanzierbar. Ein Eigenbau aus einem Fabriktor-Antrieb leistet gute Dienste: (Die Bierflasche ist ein bayrisches Grundmass)

Auf unserem Westtower 4HD, einem Masten ähnlich dem Fritzel BP60, hatten wir ursprünglich 2x 5WL von M2 für 2m. Wir ersetzten diese Gruppe durch eine 18XXX (11m Boomlänge). Somit war Platz für eine weitere Kurzwellenantenne. Wir entschieden uns für eine 5 Element Monoband Yagi aus dem Hause Optibeam. Es handelt sich um ein modernes OWA Design mit 10,1m Boomlänge. Die Antenne ist ca. 24m über Grund. Wenn 15m offen ist sind wir voll dabei! Hier ein Bild:

Nun fehlte uns noch ein Masten für die 10m Antenne. Hans, DL2ZA vom Nachbar OV hatte noch einige 6m Aluminium Gittermasten-Segmente übrig. Wir errichteten diesen Masten an der Hausecke des Vereinsheims. Dort installierten wir eine 5 Element HyGain Yagi für 10m:

Zusätzlich benutzen wir noch diverse temporäre Beverage Antennen zum Empfang auf den Low-Bands.

Für 70cm gibt es noch eine 4x 11 Lamda EME Gruppe, die derzeit jedoch mangels Equipment nicht genutzt wird.