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Die neue Kurzwellen-PA mit 2x GS35:

Nachdem die alte Endstufe bisher gute Dienste geleistet hat beschloss ich, eine weitere PA mit 2x GS35 aufzubauen. Es glückte, aus meinen Röhrenbeständen ein weiteres Pärchen mit annähernd gleichen Parametern auszumessen. Es sollten diesmal ein paar Besonderheiten berücksichtigt werden, die die erste PA mit 2x GS35 nicht beinhaltet:

- Schnelle Umschaltung mittels VR-311 Vakuum Relais und Halbleiter-Ansteuerung

- Stabile Eingangskreise mit Rinkern-Spulen und großen ARCO Glimmer-Quetschern. RTTY lässt grüßen!  Hier die Platine mit den Pi-Filtern 160-30m:

 Hier ein Blick in die Eingangskammer:

Der Schalter ist ein kleiner 5-Ebenen Keramik-Schalter mit 12 Kontakten. 2 Ebenen sind mit Masse verbunden. Daran werden die Teflon-Koax Stücke zu den Pi-Filtern gelötet. 2 Ebenen schalten die Eingangs-Pi-Filter, und die fünfte Ebene ermöglicht ein bandabhängiges Schaltsignal (DC 24V).

Hier noch ein Blick in die Kathodenkammer. Das HF Signal wird jeder Röhre über einen 5 nF Glimmer-C zugeführt. Jede Röhre erhält die Heizspannung über eine eigene Bifilardrossel auf Ferritstab.

Weiteres Kriterium für die neue PA:

- Pi-Filter auch antennenseitig mit 5 KV Spannungsfestigkeit. Es kommt immer wieder vor dass jemand 40m macht, obwohl die 80m Antenne dran ist. Schon stehen enorme Spannungen an. Dieses Pi-Filter packt durchgehend 5 KV. Anodenseitig ist ein 1 nF, antennenseitig ein 4 nF Vakuum Drehko verbaut. Somit müssen keinerlei Fest-C's zugeschaltet werden.

Die 10m Spule ist starr, den Rest macht eine 20 uH Rollspule (russisch, 20A). Diese wurde auf der heißen Seite aufgespreizt, was die Spannungsfestigkeit auf den oberen Bändern erhöht und die Abstimmung weniger spitz macht. Nach dem Umbau hatte die Rollspule noch 18 uH.

Den Blick in den Elektronikteil spare ich mir, es wäre zu wenig zu erkennen. Jede Röhre hat eine eigene Ruhestromeinstellung. Ein Zeitrelais sichert die 3 min Vorheizzeit. Der stark überdimensionierte Lüfter (250W EBM) wird über einen Stelltrafo mit nur ca. 100V Betriebsspannung betrieben. Er macht so immer noch genug Luft und Dank niedriger Drehzahl ein sehr angenehmes Laufgeräusch.

Hier noch ein (schlechtes) Bild der Frontplatte:

Wie man sieht messe ich den gesamten Anodenstrom, und je Röhre den Kathodenstrom.